Sag es weiter!
Weltstreunertag am 4. April
Anlässlich des heutigen Weltstreunertags möchten wir, der Tierschutzverein Alfeld e.V., auf die Situation von Straßenkatzen hinweisen. Auch in unserer Region kämpfen immer mehr Katzen mit den harten Bedingungen des Straßenlebens – ein Problem, das sich in den kommenden Wochen durch die „Kätzchenschwemme“ sicher weiter verschärfen wird. Streunende Hunde sind in Deutschland seit vielen Jahren glücklicherweise kein Problem mehr, da daran konsequent und zum Wohle der Hunde gearbeitet wurde. In Süd- und Osteuropa ist die Situation leider anders: Hier stehen Tierschützer täglich vor der Herausforderung, das Leid der streunenden Hunde zu lindern.
Streunerkatzen am Sindelberg verlieren ihren Zufluchtsort
Am Alfelder Sindelberg leben zwei Katzen, die als Wildlinge aufgewachsen und bislang von einer Anwohnerin gefüttert wurden. Bislang hat sich niemand daran gestört, doch die neue Hausverwalterin verlangt nun, dass die Katzen verschwinden. Das ist ihr gutes Recht, doch die Umsetzung ist problematisch, da sich die Tiere nicht einfach „wegschicken“ oder einfangen lassen. Wir haben bereits versucht, die beiden Katzen einzufangen, doch sie sind zu misstrauisch, um in eine Falle zu gehen. Selbst wenn es gelingen sollte, würde ihr Schicksal in der Tierfundstelle enden, sehr wahrscheinlich ohne Aussicht auf eine Vermittlung, denn wer nimmt schon Wildlinge auf? Um dieses Schicksal zu vermeiden, suchen wir nach einer Lösung für die beiden Katzen. Wir hoffen, dass ein Grundstückseigentümer in der Nähe sein Einverständnis gibt, das Futterhäuschen und den Unterschlupf der Katzen auf einem anderen Grundstück aufzustellen. Die Tiere könnten so weiterhin gefüttert und betreut werden. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Streunerkatzen nicht einfach aus ihrer gewohnten Umgebung vertrieben werden, sondern in einer sicheren Umgebung verbleiben können. Wir hoffen auf Unterstützung und eine Lösung, die den Tieren gerecht wird.
Katzenleid in Deutschland – Ein deutschlandweites Problem
Wie der Deutsche Tierschutzbund bereits festgestellt hat, leben und leiden mehrere Millionen Straßenkatzen in Deutschland – und die Zahl steigt weiter. Alle diese Tiere stammen ursprünglich von unkastrierten Katzen aus Privathaushalten ab. Die unkontrollierte Vermehrung führt dazu, dass immer mehr Tiere geboren werden, die auf den Straßen ums Überleben kämpfen müssen. Auch wir vom Tierschutzverein Alfeld e.V. sehen uns mit den Folgen dieses Elends konfrontiert. Die Straßenkatzen sind hungrig, krank und oft verletzt. Ohne die Unterstützung von ehrenamtlichen Tierfreunden könnten diese Tiere nicht gerettet werden.
Forderung nach einer bundesweiten Kastrationspflicht
Wir unterstützen die Forderung des Deutschen Tierschutzbundes nach einer bundesweiten Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen. Nur durch eine konsequente Kastration kann das Elend der Straßenkatzen langfristig eingedämmt werden. Ohne diese Maßnahme wird die Population weiter steigen und die Kapazitäten der Tierheime und Tierschutzvereine immer weiter überlastet. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass die Politik dieses dringende Thema endlich angeht und eine Lösung findet.
Unsere Arbeit – Ihre Unterstützung
Wir vom Verein arbeiten täglich daran, das Leben der Straßenkatzen in unserer Region zu verbessern. Wir kümmern uns um ihre Versorgung, ihre medizinische Betreuung und versuchen, sie in gute Zuhause zu vermitteln. Doch das ist nur möglich, weil wir auf die Unterstützung von tierlieben Menschen angewiesen sind. Jetzt als aktives oder passives Mitglied den Tierschutz vor Ort stärken: www.tierschutzverein-alfeld.de/werden-sie-mitglied/
Eine Aktion zum Weltstreunertag
Heute, am Weltstreunertag, möchten wir gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund auf das Leid der Straßenkatzen aufmerksam machen. In einer Fotoaktion können Tierfreunde auf der Website des Deutschen Tierschutzbundes ein Zeichen setzen und das Thema sichtbar machen. Weitere Informationen dazu unter: www.jetzt-katzen-helfen.de/katzenfreund